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Breitband für Sachsen

Digitale Infrastruktur entwickeln

Unzureichende Breitbandanbindungen verhindern Investitionen, wirken sich negativ auf Neuan­siedlungen von Unternehmen aus und hemmen das loka­le Gründungspotenzial. Nach dem Grund­gesetz werden Telekommunikationsdienstleistungen, worunter auch die Breitbandversorgung fällt, als privatwirt­schaftliche Tätigkeit erbracht. Da dieser marktgetriebene Breitbandausbau durch die privaten Anbieter nicht überall in Sachsen im gewünschten Maße erfolgt, ist die Sächsische Staatsregierung fest entschlos­sen, die flächendeckende Erschließung des Freistaates mit leistungsfähigen Infrastrukturen zu unterstützen. Neben der Wirtschaft und privaten Haushalten müssen auch öf­fentliche Einrichtungen, insbesondere Krankenhäuser und Schulen, mit leistungsfähigen Breitbandanbindungen ver­sorgt werden. Die Erschließung Letzterer ist die Vorausset­zung für die Anwendung moderner digitaler Technologien in der Lehre und stellt eine wichtige Voraussetzung dafür dar, dass Sachsen seinen Spitzenplatz im Bildungsbereich verteidigen kann.


Glasfaser

Anschluss Internetausbau

Beim Arbeiten, zu Hause, mitten im Leben – das Internet findet sich überall. Doch oftmals weniger leistungsfähig, als es den Ansprüchen unserer Zeit genügt. Alte Kupferkabel haben zwar ausgedient, sind aber dennoch größtenteils unserer einzige Verbindung zur digitalen Welt. Der Internetausbau in Deutschland ist an seinen Grenzen angekommen. Die zukunftsfähige Lösung fließt durch Glasfaserkabel., bestenfalls direkt zum eigenen Haus. 

Der Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber den Kupferkabeln, die bisher unser Zuhause mit dem weltweiten Kommunikationsnetzwerk verbinden. Größere Bandbreite und Datenübertragungsgeschwindigkeit sowie Sicherheit von Daten und Kabel gehen zudem mit geringeren Kosten bei der Wartung einher. Experten, Regierung und Unternehmen sind sich bei der Notwendigkeit einer flächendeckende Infrastruktur des Glasfaser-Netzwerks einig, doch bis heute ist nur ein geringer Teil Deutschlands ausgestattet mit leistungsfähigen Breitband-Internet. 


FTTx – Fiber to the future

Glasfaser ist jedoch nicht gleich Glasfaser. Verschiedene Ausbaustufen haben sich etabliert und bieten unterschiedliche Leistung und Eigenschaften. Die Anschlussmöglichkeiten an das Netzwerk benennen sich nach dem Endpunkt des Backbone-Netzes, das weltweit bereits großflächig mit Glasfaserkabel realisiert ist. Nur die letzten Meter, vom Verteiler bis zum Endpunkt, werden per Kupferkabeln zurückgelegt. Die Bezeichnung möglicher Anschlussmöglichkeiten werden dem Ende des Glasfasernetzwerks entsprechend bezeichnet.

FTTH – Fiber to the home – your home

FTTH, kurz für Fiber to the home, gilt neben FTTD ( Fiber to the desk) und FTTB (Fiber to the Building) als beste Lösung für einen Breitbandanschluss. Nahezu die gesamte Strecke, insbesondere vom Verteilerkasten bis zum Haus, ist hier mit Glasfaserkabeln realisiert. Die Übertragungsrate bleibt stabil, die komplette Bandbreite wird einzig von einem Haushalt oder Haus verwendet. 

FTTB – Fiber to the Building

FTTB bedeutet die Anbindung des Gebäudes an das weltweite Glasfasernetz. Der wichtigste (und teuerste) Schritt ist also getan. Ihre Hausverkabelung ist jedoch möglicherweise noch auf herkömmlichen Kupferleitungen oder Coax-Fernsehkabeln realisiert. .

FTTC – Fiber to the Curb

Das Glasfaserkabel endet beim FTTC (KVZ – grauer Kabelverzweiger- Kasten) am Bordstein, Von dort aus übernimmt ein Kupferkabel die letzten Meter zum Gebäude und Haushalt. Je weiter Sie vom KVZ entfernt sind, umso geringer die Bandbreite und anfälliger die Qualität. Auch sinkt die Datenrate rapide, sobald viele Nutzer zeitgleich das Netz nutzen. Diese VDSL- Produkte sind eine Übergangstechnologie und werden schnellstmöglich mit Glasfaser überbaut.

FTTdp – Fiber to the Distribution point

Ähnlich wie beim FTTC endet das Glasfaserkabel in der Straße, allerdings direkt im Kabelschacht. So wird die letzte Distanz abermals verringert. Manche Netzbetreiber sprechen bei dieser Art von Verbindung von FTTS (Fiber to the Street).


Vorteile von Glasfaserkabeln zu Kupferkabeln

Der Unterschied zwischen Glasfaser- und Kupferkabeln liegt in erster Linie im Aufbau des Kabels. Kupferkabel bestehen, wie der Name bereits vermuten lässt, aus mehreren Kupferadern, die Daten und Informationen mittels elektrischem Strom übertragen. Glasfaserkabel hingegen nutzen Licht für die Übertragung von Daten und bieten dadurch eine Vielzahl an Vorteilen gegenüber dem klassischen Kupferkabel.

  • Höhere Übertragungsraten und größere Bandbreiten

  • Auch in Zukunft bieten Glasfaserkabel immenses Potential, um höhere Übertragungsraten und Datenraten zu stemmen – einzig Sender und Empfänger müssen sich dementsprechend anpassen, das Glasfaserkabel ist zukunftssicher

  • Keine Dämpfung oder Störung des Lichts durch Induktion

  • Keine Verstärker und Signalaufbereiter nötig, um das Signal über größere Distanzen zu übertragen

  • Besser Abhörsicherheit

  • Geringe Wartungskosten

  • Geringer Energieverbrauch

  • Resistenter gegenüber hohen und tiefen Temperaturen

  • Keinerlei Brandgefahr, da die Glasfaserverbindung kein Leiter von Strom ist und daher vor Kurzschlüssen sicher ist

  • Keine Schwierigkeiten durch Masse, Erdung und elektromagnetische Störstrahlungen

 

Eines Tages werden Kupferkabel für die Übertragung von Daten und Informationen  ausgedient haben, da neben den zahlreichen Vorteilen des Glasfaserkabels auch wirtschaftliche Interessen klar die Verbindung per Licht präferieren. Kupferkabel sind in der Herstellung zwar günstiger, auf lange Sicht jedoch im Unterhalt kostenintensiver. Die Differenz der Herstellungskosten sinkt zudem, sofern das Kupferkabel vergleichbare Übertragungsraten erreichen soll. Hinzu kommt, dass Kupfer eine rare Ressource geworden ist, während Glas nahezu unbegrenzt verfügbar ist.

Es gibt kaum Argumente, die für das Kupferkabel sprechen. Einzig die Tatsache, das Kupferkabel bereits überall im Einsatz sind und ein Upgrade mit Glasfaser Aufwand mit sich bringen würde, wäre ein legitimer, wenn auch kurzsichtiger, Vorwand. Die Zukunft ist geprägt von Glasfaser-Infrastrukturen. Wer diesen Zug allerdings verpasst, läuft Gefahr im nationalen wie internationalen Vergleich zurückzufallen. Daher denken Sie alte Strukturen neu und rasen Sie mit Lichtgeschwindigkeit in die Zukunft.      

 

Breitbandausbau mit FTTH

Die Zukunft liegt eindeutig im FTTH Breitbandausbau, doch bis dahin müssen große Anstrengungen getätigt werden, um wahrlich von einem flächendeckenden Glasfasernetzwerk und somit von einer schnellen und zuverlässige Verbindung zum Internet zu sprechen. Es ist Zeit die Verantwortungen und das Vorgehen neu zu denken. Die etablierten, großen Anbieter sorgen nur tropfenweise für die Erschließung schlecht versorgter Regionen – es kommt seit Jahren zu einem Marktversagen. Glasfaser ist kein Sprint, sondern vielmehr ein konzentrierter Marathon – ein regionaler versus bundesweiter Ausbau dauert 5 bis 10  Jahre und es werden die Owner der bisherigen Versorgungsnetze mehr denn je Teil dieser Lösung sein.  

Nehmen Sie den Ausbau des Breitbandnetzwerks selbst in die Hand und profitieren Sie von PPP- Beteiligungsgesellschaften, Wertschöpfungsketten und Branchenexperten, die mit Flexibilität und Engagement die Digitalisierung vorantreiben. Städte, Gemeinden, Kommunen, Wirtschaftsstandorte – schlussendlich sind es immer Menschen, die auf eine leistungsfähige Verbindung zum Internet vertrauen. Sei es der Landwirt, ein international tätiges Unternehmen oder der private Haushalt – das Internet ist ein Sprachrohr, Unterhaltungsmedium, Geschäftsgrundlage, Basis smarter Cities  und Wissensquelle in Einem. Daher kann es in Zukunft nur eine Lösung geben, um Gemeinde und Standort zukunftsfähig zu machen – der Breitbandausbau mit Glasfasertechnologie als Teil der Daseinsvorsorge.

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